Die Verlobung meiner Schwester

16. September 2020

Zum allerersten Mal einen Heiratsantrag fotografieren zu dürfen, ist für jede Fotografin etwas Besonderes. Wenn die Glückliche dann noch die eigene Schwester ist, ist das unbezahlbar! Geschehen ist das am ersten Montag im September an einem der schönsten Orte Wiens!

Vor ein paar Wochen kündigte mir meine große Schwester Yasemin an, sie würde mich in Wien besuchen kommen. Dass sie während ihres Aufenthalts die Fragen aller Fragen gestellt bekommen würde, davon hatte sie jedoch keine Ahnung – im Gegensatz zu mir! Für mich kam das nämlich gar nicht überraschend. Ich wurde schon eine Woche zuvor eingeweiht!

Eines Nachmittags rief mich ihr Freund Daniel an und verriet:

Als wir beschlossen, nach Wien zu kommen, wusste ich: Da will ich’s machen!

Ich konnte anfangs nur hohe Quietschlaute von mir geben und versprach ihm dann selbstverständlich, ihm bei der Suche nach der perfekten Location zu helfen! Die nächsten Tage schrieben wir fleißig darüber wie, wo, wann und überhaupt. Von Beginn an war allerdings klar, wir sollten das Ganze als Fotoshooting tarnen, damit meine Kamera ganz unauffällig ist. (Ich bin nämlich die Art Fotografin, die privat nie eine dabei hat.) Ich regte meine Schwester also ganz casual dazu an, ein Couple Shooting in Wien zu machen und sich dazu gerne etwas in Schale zu werfen. (Agentenmusik ab!)

Während ihres ersten Tags in Wien setze ich mein bestes Pokerface auf, und auch bei unserem Museumsbesuch an dem entscheidenden Tag darauf ließ ich mir nichts anmerken, tuschelte außer Hörweite aber doch immer mal wieder mit Daniel über Ablauf und Organisation. Wegen Wartungsarbeiten mussten Thomas und ich zwischenzeitlich nach Hause – soweit die Wahrheit – er fuhr allerdings alleine in unsere Wohnung und ich reservierte währenddessen einen Tisch im Restaurant und einen Strauß roter Rosen, die dort auf uns warten sollten.

 

 

Als wir dann am frühen Abend das Haus verließen, bekam ich kurze Panik, denn es tröpfelte! Doch zum Glück blieb es weitgehend trocken und alles lief wie geschmiert: Nachdem ich von Yasemin & Daniel einige Bilder in ihrem kitschigen Hotel gemacht hatten, gingen wir wie geplant weiter in die Innenstadt: Zunächst zur Karlskirche, die dank des milden Wetters jedoch gut besucht war und meiner Schwester als Fotospot deshalb nicht gefiel. So schlenderten wir wieder zurück zur Albertina, die bei Daniel und mir sowieso ganz oben auf der Locationliste stand. Ich selbst war schon lange nicht mehr dort gewesen und war entzückt, dass es noch viel schöner war als in meiner Erinnerung! Es war wirklich perfekt!

Auch dort shooteten wir noch einige „normale“ Posen, bevor es ans Eingemachte ging. Als Daniel plötzlich die Ringschachtel aus seinem Sakko zog, war Yasemin vollkommen überrascht und erst mal überwältigt – im allerpositivsten und schönsten Sinne! Ihr kamen sofort die Tränen. Er stellte die entscheidende Frage und die beiden fielen sich überglücklich in die Arme – bis es aus Daniel herausplatze: „… ach warte, ich muss ja auf die Knie gehen, oder?“ Gesagt, getan. Und nachdem meine Schwester (mehrmals!) gefragt hatte: „Bist du dir sicher?“, brachte sie auch ein klares „Ja“ hervor.

 

 

Man könnte also sagen, der Überraschungsantrag hatte nicht nur die Romantik, sondern auch den Humor eines Hollywoodfilms! Es war dennoch ultrakitschig und emotional und so schön, das miterleben zu dürfen!

Anschließend schlenderten wir ins Restaurant und ließen den Abend bei einem Essen und der einen oder anderen guten Flasche Wein entspannt ausklingen. Dort fragte mein Schwesterchen mich auch direkt, ob ich ihre Trauzeugin sein möchte. Da sagte ich natürlich sofort ja! ❤️

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Die schönste Überraschung..